Der soziale Bürgerfahrdienst

Bildquelle: Gabriel Holom
Bildquelle: Gabriel Holom

Ein Sozialer Bürgerfahrdienst dient der Tür-zu-Tür-Beförderung für bestimmte Gruppen oder Fahrtzwecke.

Idee

Wesentlicher Unterschied zu Bürgerbus und Bürgerrufauto ist, dass der Soziale Bürgerfahrdienst als spezielles Angebot für bestimmte Personengruppen begrenzt angeboten wird. Das Angebot beschränkt sich jedoch auf die Beförderung und damit direkt zusammenhängende Hilfeleistungen. Es ist daher zu unterscheiden von speziellen Fahrdiensten, die als Teil einer umfangreicheren Betreuung oder nur für Mitglieder (z.B. in Krankenpflegevereinen) erbracht werden.

Zielgruppe

Die Motivation der Aktiven liegt meist im sozial-karitativen Bereich und der Nachbarschaftshilfe. Daraus folgt eine Beschränkung des Angebots auf „bedürftige“ Personen als Fahrgäste und/oder „notwendige“ Fahrten. Oft sind dies Seniorinnen und Senioren oder „Personen mit Mobilitätseinschränkungen“, die keine andere Transportmöglichkeit haben. Der Kreis der Nutzungsberechtigten wird jeweils durch die Anbieter festgelegt.

Organisation

Das Angebot wird durch eine Kommune, Gruppe oder Initiative (nicht zwingend einen eingetragenen Verein) organisiert und meist lokal öffentlich bekannt gemacht. Ein Fahrgeld wird nicht erhoben, aber ein Unkostenbeitrag ist möglich, ebenso wie Spenden an die Organisation. Rechtlich handelt es sich daher um eine Beförderung außerhalb des PBefG.

Fahrzeug

Für soziale Bürgerfahrdienste kommen Kleinbusse zum Einsatz, die oft auch von weiteren Organisationen genutzt werden und entsprechend nicht linienverkehrstauglich sind.

Diese Beschreibung gibt einen Überblick zu den wesentlichen Merkmalen. Weitere Details finden Sie im Leitfaden (vor allem Kapitel 5.6).