Angebotsformen

Alternative Angebotsformen ergänzen das ÖPNV-Angebot in ländlichen Regionen.
Bildquelle: NVBW

Bürger fahren für Bürger! So lautet das Prinzip Bürgerbus. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, ein Bürgerbus-Angebot zu entwickeln. Es gibt zwei Grundformen mit unterschiedlichen Merkmalen: den Bürgerbus (Kleinbus auf einer festen Linie) und das Bürgerrufauto (Pkw oder Kleinbus auf Vorbestellung). Jedes Projekt wird vor Ort ausgestaltet, lokale Kenntnisse, Bedürfnisse und Möglichkeiten sind dabei wichtig. Aber nicht immer muss „das Rad neu erfunden werden“. Denn interessierte Bürgerbus-Aktive finden in Baden-Württemberg bereits viele beispielhafte Projekte. Unser Praxisleitfaden zeigt die Möglichkeiten bürgerschaftlicher organisierter Mobilität auf. Zudem gibt es Grundregeln, die zu beachten sind:

 

  • Ein Bürgerbus soll bestehende Verkehrsangebote ergänzen, nicht ersetzen. Eine gute Abstimmung mit den vor Ort bestehenden Nahverkehrsleistungen ist daher nötig.
  • Ein Bürgerbus soll eine sinnvolle Ergänzung sein. Das Angebot muss so gestaltet werden, dass es möglichst vielfältige Mobilitätswünsche bedienen kann.
  • Alle sollten vom Bürgerbus profitieren. Zwar bilden zumeist ältere Menschen die Hauptfahrgastgruppe, ein Interesse an besserer Mobilität haben jedoch viele Bevölkerungskreise.
  • Ein Bürgerbus braucht Zeit. Dies gilt für die Vorbereitungen ebenso wie für die Akzeptanz bei den Fahrgästen.