Breisach am Rhein

Autonomes Shuttle soll Bürgerbus ergänzen

09. Oktober 2019

So ähnlich wie dieser autonome Kleinbus der Deutschen Bahn könnte auch das Testfahrzeug in Breisach aussehen.

In Breisach soll ein autonomer Kleinbus in einem Feldversuch getestet werden.

Autonome Fahrzeuge könnten künftig im öffentlichen Verkehr auf dem Land eine große Rolle spielen. Sie könnten beispielsweise als Zubringer zu Bahnhöfen oder Haltestellen von Überlandbussen dienen oder Menschen aus abgelegenen Ortsteilen zum Einkauf oder Arztbesuch im Zentrum bringen. In Breisach im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wollen die Stadt, der Energieversorger Badenova und der örtliche Bürgerbusverein gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft einen entsprechenden Feldversuch durchführen.

Das Projekt „Novo Transport – Feldtest für ein autonomes Transportsystem zur Personen- und Warenbeförderung“ soll zeigen, dass sich autonome Fahrzeuge in den Bürgerbusbetrieb eingliedern lassen. Der Shuttlebus soll auf einer Rundstrecke unter anderem den Park-&-Ride-Platz an der Stadteinfahrt Süd, den Heinrich-Ulmann-Platz, den Kupfertorplatz, das Ärztehaus in der Richard-Müller-Straße, die Helios-Rosmann-Klinik sowie Bahnhof und Busbahnhof verbinden. Der Feldtest soll insgesamt drei Jahre laufen, von Anfang 2020 bis Ende 2022.

Die Stadtverwaltung ist für die Projektkoordination und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, die technische Umsetzung übernimmt Badenova. Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusvereins sollen bei den Touren mit an Bord sein. Denn derzeit ist gesetzlich festgelegt, dass auch bei autonomen Fahrzeug jemand am Steuer sitzen muss, der notfalls die Kontrolle übernehmen kann.

Das Budget des Projektes beläuft sich auf 871.020 Euro. Bereits Anfang September haben die Stadt Breisach und die anderen Projektpartner gemeinsam einen Förderung in Höhe von 424.810 Euro beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration (IM) beantragt. Das Ministerium fördert mit dem Programm „InKoMo 4.0“ Innovationspartnerschaften zwischen Kommunen und Mobilitätswirtschaft

Voraussetzung für die Durchführung des Projektes ist, dass das IM die Fördermittel bewilligt. Der Breisacher Stadtrat hat bereits mit großer Mehrheit für den Feldtest gestimmt und mittel für die Durchführung in den kommunalen Haushalt eingeplant.

Mit dem Projekt soll nicht nur der Bürgerbus ergänzt werden. Es besteht auch die Hoffnung junge, technikbegeisterte Menschen für ein ehrenamtliches Engagement beim Bürgerbusverein zu gewinnen.

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