Stuttgart-Botnang

Bürgerbus trotz Coronavirus

07. April 2020

Foto: Martin Schiefelbusch

Der Botnanger Ortsbus fährt trotz Sars-CoV-2 weiter, um Mobilität für alle zu gewährleisten. Der Bürgerbusverein hat sich Vorsichtsmaßnahmen überlegt.

Der Botnanger Ortsbus (BOB) steht auch im zehnten Jahr seines Bestehens nicht still. Auch wenn das öffentliche Leben in den letzten Wochen wegen des Coronavirus nahezu zum Erliegen gekommen ist, fährt der BOB fährt. Die Beschränkungen, die vom Bund und Land erlassen wurden, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen, betreffen nicht den Verkehr. In der Verordnung der Landesregierung schreibt Verkehrsminister Winfried Hermann am 25. März 2020: „Stabiler Nahverkehr wird gewährleistet“. Der BOB ist Teil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), hat eine Beförderungspflicht und wird seine Aufgaben so lange erfüllen, wie es die gesetzlichen Vorgaben erlauben und genug Fahrerinnen und Fahrer bereit sind, zu fahren.

Einige von Ihnen gehören zu den Risikogruppen und dürfen sich aus medizinischen Gründen nicht mehr hinter das Steuer setzten. Dies gilt es zu respektieren, die Gesundheit geht vor. Noch aber stehen genügend ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer zur Verfügung, weil viele sich bereit erklärt haben, mehrere Touren in der Woche zu übernehmen.

Hygiene soll vor Ansteckung schützen

Um die Gesundheit der Fahrgäste und ihre eigene zu schützen, sind Fahrerinnen und Fahrer dazu angehalten, den Hygienestandard hoch zu halten. Auf folgende Verhaltensregeln und Maßnahmen setzen die Botnanger derzeit:

  • Die Fahrer tragen Handschuhe.
  • Sie desinfizieren täglich mehrfach alle Griffe, Halterungen und Sicherheitsgurte.
  • Atemschutze sind erwünscht, aber derzeit auf dem Markt leider nicht erhältlich.
  • Hilfen beim Ein- und Ausstieg durch die BOB-Fahrer, bei denen es zu einem körperlichen Kontakt kommt, sind derzeit möglichst zu vermeiden und können nur noch in Ausnahmefällen, etwa bei Rollstuhlfahrern erfolgen.
  • Einzel- und 10er-Fahrscheine können grundsätzlich nur noch in der Schubert Apotheke in der Ortsmitte und nicht mehr im Bus gekauft werden.
  • Jeder Fahrgast muss darüber hinaus sein 10er-Ticket mit dem vorhandenen Stift im BOB selbst entwerten.
  • Bargeld für eine Einzelfahrt nimmt nicht mehr der Fahrer entgegen. Die Fahrgäste können es in eine Spardose stecken.
  • Jeder Fahrgast kann seine Hände mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel einsprühen.
  • Im Fahrgast sollen einen möglichst großen Abstand zu den anderen Fahrgästen und dem Fahrer oder der Fahrerin einnehmen.

Die Fahrgastzahlen des BOB sind stark zurückgegangen. Manche Bürgerinnen und Bürger müssen aber zum Arzt, zur Apotheke oder zum Einkaufen und sind auf den Bus angewiesen. Für sie fährt der BOB weiter, solange es die Situation erlaubt.

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