Waldkirch, Landkreis Emmendingen

Crowdfunding für den Bürgerbus

24. Juni 2020

Der Dreisam-Stromer aus Kirchzarten dient als Vorbild für den Bürgerbus in Waldkirch. Foto: Dreisam-Stromer e.V

Die Planungen für den Bürgerbus in Waldkirch laufen: Crowdfunding soll Geld in die Kasse spülen, Fahrer (m/w) werden gesucht, es könnte 2020 losgehen.

Die Arbeitsgruppe für die Organisation des Bürgerbusses geht nun die Umsetzung konkret an. Ein Schwerpunkt der bisherigen Treffen war die Ausgestaltung der Streckenplanung. Angedacht sind 24 Haltestellen im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen Batzenhäusle, Buchholz, Kollnau und Siensbach. Die sollen in drei verschiedenen Runden angefahren werden, die jeweils am Bahnhof starten und enden. Jede Linie können die Fahrer in 20 bis 30 Minuten bewältigen. Da das Erstellen von Fahrplänen, Signal-Karten für Sonderhalte oder Werbematerial Kosten verursacht, ließ sich die Arbeitsgruppe ebenfalls etwas einfallen. „Unser erstes Ziel ist es, per Crowdfunding in 90 Tagen 1.500 Euro an Spenden zusammenzubekommen“, erklärte Ursula Querfurth laut einer Meldung der Stadt Waldkirch.

Die Aktion startet am 1. Juli und wird durch die Volksbank Breisgau Nord unterstützt. Neben der Anschubfinanzierung von 150 Euro wird die Bank die jeweils erste Zuwendung jedes Spenders ab fünf Euro mit weiteren 10 Euro bezuschussen. Wenn die Spende über „paydirect“ eingeht, sogar mit 20 Euro. 

Um die Kosten gerade am Anfang im Rahmen zu halten, stellt das Busunternehmen Rother einen Bus zur Verfügung. „Der Bus kann dann auch von uns genutzt werden. So ergibt sich nicht gleich zu Beginn ein sehr hoher Finanzierungsbedarf“, äußerte Inhaber Jan Rother laut einer Meldung der Stadt Waldkirch. Die Abrechnung erfolgt dann über die in Anspruch genommene Leistung. Der Bus wird neun Sitzplätze haben, bei Bedarf findet auch ein Mensch im Rollstuhl Platz.

Oberbürgermeister Roman Götzmann wies daraufhin, dass die Gewinnung von Fahrern und Fahrerinnen eine weitere wichtige Voraussetzung zum Betrieb des Bürgerbusses ist und rief dazu auf, sich bei Interesse zu melden. Für die Beförderung von Personen wird zusätzlich zur gültigen Fahrerlaubnis noch ein Personenbeförderungsschein benötigt. Wer testen möchte, ob er oder sie mit dem Bus zurechtkommt, kann beim Busunternehmen Rother eine Probefahrt machen.

Sollte die Crowdfunding-Aktion erfolgreich verlaufen und ausreichend Fahrerinnen und Fahrer gefunden werden, sollen im Herbst erste Testfahrten starten.

Informationen zur Crowdfunding-Aktion gibt es ab dem 1. Juli auf der Internetseite der Volksbank Breisgau Nord.

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