Salem im Bodenseekreis

Gemeinderat für einen Bürgerbus

26. Februar 2019

So ähnlich wie der Dreisam-Stromer aus Kirchzarten könnte der Bürgerbus in Salem aussehen. Foto: Schiefelbusch/NVBW

Der Gemeinderat von Salem hat am 26. Februar einstimmig die Einrichtung eines Bürgerbusses als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr entschieden.

Über die Einrichtung eines Nahverkehrsangebots, das die Teilorte besser an den Hauptort anbindet, wird in Salem seit Jahren diskutiert. Denn vor allem ältere Menschen, Jugendliche und Familien ohne Auto aus den abgelegenen Ortsteilen leiden unter dem mangelnden Transportangebot. Der im September 2018 vom Gemeinderat gegründete beratende Nahverkehrsausschuss hat verschiedene Modelle betrachtet und dem Gemeinderat nun die Einrichtung eines Bürgerbusses empfohlen. Bereits ab November soll der Bus fahren.

Als Alternative zum Bürgerbus wäre ein zusätzliches vom Kreis gefördertes Angebot des Verkehrsverbundes Bodensee-Oberschwaben (Bodo) in Frage gekommen. Wie Ulrich König vom Nahverkehrsausschuss dem Südkurier mitteilte, hätte dieses Angebot aber viele Nachteile: mangelnde Flexibilität bei den Fahrten, ein Fahrpreis von 2,30 Euro, ein langfristiger Vertrag mit dem Anbieter Bodo verbunden mit der ungeklärten Frage, wie lange der Landkreis das Modell fördern würde. Ein Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern koste hingegen überschaubare 100.000 Euro jährlich. Und falls das Bürgerbus-Angebot nicht angenommen werde, könne die Gemeinde unkompliziert wieder aussteigen.

Mehr lesen zum kommenden Bürgerbus in Salem auf der Seite des Südkuriers

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