Neue Fördertöpfe

Ideenwettbewerbe zu Nahversorgung und Klimaschutz im Verkehr

12. Februar 2020

Der Bund fördert unter anderem die Straßenraumgestaltung und die Umwidmung von Straßenraum. Foto: Dirk Schmidt/Unsplash

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Projekte zur Nahversorgung auf dem Land, das Umweltministerium Maßnahmen für Klimaschutz im Verkehr.

„LandVersorgt – Neue Wege der Nahversorgung in ländlichen Räumen“

Menschen ziehen aus den Dörfern in die Städte, Geschäfte schließen und der Einkauf von Lebensmitteln oder Medikamenten ist von nun an für die Dorfbewohnerinnen und -bewohner mit einer langen Auto- oder Busfahrt verbunden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sucht nach Lösungen für die Nahversorgung des ländlichen Raums mit Gütern des täglichen Bedarfs. Im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) unterstützt das Ministerium bereits die Erarbeitung von Projektkonzepten. Gesucht werden Vorhaben, die modellhaften Charakter haben, neue Ideen aufgreifen und übertragbare Lösungen entwickeln, so dass sie für andere ländliche Regionen als Vorbild dienen können. Es ist vorgesehen, in einer zweiten Phase die Umsetzung einer Auswahl der erstellten Konzepte zu fördern. Der Ideenwettbewerb richtet sich an ländliche Kommunen.

Bis zum 31. März 2020 nimmt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des BMEL geeignete Projektskizzen entgegen. Weitere Informationen zur Förderung „LandVersorgt“ gibt es hier.

„Mutig voran für eine klimafreundliche Mobilität“

Das „Kompetenznetz Klima Mobil“ sucht 15 Modellkommunen, die bereit sind, hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umzusetzen. Gefragt sind insbesondere Verkehrsprojekte, die darauf abzielen, die Zusammensetzung des Verkehrs und das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger zu lenken, statt lediglich Angebote und Anreize zu schaffen. Handlungsfelder in Richtung einer klimaverträglichen Mobilität sind beispielsweise:

  • Parkraumbewirtschaftung und Umwidmung von Straßenraum
  • Verkehrsberuhigung und Straßenraumgestaltung
  • Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre

Das „Kompetenznetz Klima Mobil“ unterstützt die ausgewählten Modellkommunen dabei, die umfangreichen Fördermöglichkeiten des Landes zu nutzen:

  • Beratung zu Planung und Umsetzung durch Experten
  • Auf die Situation vor Ort zugeschnittene Kommunikation
  • Teilhabe an interdisziplinärer Kompetenz des Netzwerks und Wissensaustausch
  • Beratung zu Fördergeldern
  • Beratung zu Klimamobilitätsplänen

Kommunen können ihre Vorhabenskizze bis zum 15. Mai 2020 einreichen. Eine Jury wählt 15 Modellkommunen, die gefördert werden, bis August 2020 aus. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen gibt es unter: www.klimaschutz-bewegt.de.

Das „Kompetenznetz Klima Mobil“ wurde von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ins Leben gerufen. „Mutig voran für eine klimafreundliche Mobilität“ wird mit Mitteln des Bundesumweltministeriums des Landes Baden-Württemberg gefördert.

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