IHG sucht Partner für den Bürgerbus

03. Juli 2015

Stadt Dornhan
Bildquelle: Stadt Dornhan

Dornhan. Der Fahrplan steht, es gibt auch genug freiwillige Fahrer, doch die Finanzierung des Bürgerbusses ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern.

Die Interessengemeinschaf Handel- und Gewerbe (IHG) will das Projekt unterstützen und sicherte zu, die Hälfte der Kosten für den Kauf eines Kleinbusses zu übernehmen. Die Zusage von zehn Geschäftsleuten hat IHG-Präsident Lothar Kaufmann mittlerweile, noch einmal so viele Werbepartner bräuchte er aber.

Der Bürgerbus ist ein Projekt von Bürgern für Bürger. Eine Arbeitsgruppe zum Stadtentwicklungsprozess "Dornhan 2030" hat sich damit befasst. Zuletzt fand im April eine Informationsveranstaltung für interessierte ehrenamtliche Fahrer statt. Dabei wurde auch der Fahrplan vorgestellt. Dreimal wöchentlich sollen auf zwei Linien die Ortsteile angefahren werden.

Die mangelnde Vernetzung der Ortschaften mit der Kernstadt ist in der Diskussion über die Stadtentwicklung als ein Manko herausgestellt worden. Lothar Reinhardt verweist hierzu auch auf die Strukturanalyse von Daniela Huber.

Kleinbus wird behindertengerecht ausgestattet

Um auch älteren Bewohnern in den Stadtteilen die Möglichkeit zu geben, Einkäufe, Arztbesuche oder Behördengänge in Dornhan zu erledigen, soll der Bürgerbus eingesetzt werden. Das ist, machte Reinhardt deutlich, nicht zuletzt im Interesse der IHG. Sie wolle deshalb ihren Teil dazu beitragen, dass die Kunden in den Stadtteilen nicht in die Nachbargemeinden fahren müssten.

Die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe habe für ihre Unterstützung des Projekts "Bürgerbus" zur Bedingung gemacht, dass das Dornhaner Autohaus Blocher beteiligt werde und dort auch das Fahrzeug bestellt werde, sagte Reinhardt. Dabei handelt es sich um einen neunsitzigen Kleinbus, der behindertengerecht ausgestattet wird. So sollen, wie Arrmella Blocher erklärte, auch Rollstuhl- und Rollatorfahrer den Bus benutzen können. An der Hintertür ist ein Lift für Rollstühle angebracht. Seitlich könnten auch ältere Menschen problemlos einsteigen.

Für den Bürgerbus gewährt das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 50 Prozent oder maximal 22 500 Euro.

Die zweite Hälfte der Anschaffungskosten soll zunächst über ein Darlehen finanziert werden, das dann die Werbepartner der IHG mit einem bestimmten jährlichen Betrag abzahlen. Ursprünglich war geplant, den Bürgerbus schon im September starten zu lassen. Das könnte etwas zu optimistisch gewesen sein.

Bevor das Fahrzeug gekauft werden kann, muss der Landeszuschuss genehmigt sein und die Co-Finanzierung über Werbepartner feststehen. Die IHG informiert darüber am kommenden Montag, 8. Juni, im Rahmen einer Mitgliederversammlung ab 19 Uhr im Bürgersaal

Quelle: Schwarzwälder Bote

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