Kleines Wiesental bekommt ein Rufauto

29. Juli 2022

Schon seit längerem denkt die Gemeinde Kleines Wiesental über eine Verbesserung des Mobilitätsangebots nach. Vergangen Herbst testete man den E-Bürgerbus des NVBW. Foto: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Noch diesen Herbst könnte das Rufauto in der Gemeinde Kleines Wiesental erste Fahrgäste ans Ziel bringen. Der Gemeinderat hat schon grünes Licht gegeben.

Bereits im Oktober könnte ein Rufauto mit Merkmalen eines sozialen Fahrdienstes in der Gemeinde Kleines Wiesenthal an den Start gehen. Mit einem Kleinbus sollen Fahrerinnen oder Fahrer ihre Passagiere zu Veranstaltungen, Kirche, Dorfladen und Ärzten transportieren. Der Gemeinderat stimmte dem Mobilitätskonzept in einer Sitzung im Juli dieses Jahres zu. Die Seniorenbeauftragte Melanie Mühlhäuser will den Fahrdienst organisieren.

Das Angebot soll einen begleiteten Fahrdienst für pflegebedürftige Personen zu Zielen des täglichen Bedarfs, organisiertes Mitfahren, einen Zubringer-Fahrdienst und Ausflüge beinhalten. Wer mitfahren möchte, kann seine Fahrt telefonisch oder per App bestellen. Das Bürgerrufauto soll an fünf Tagen in der Woche Fahrgäste an ihre Ziele bringen. Das Angebot soll die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen und richtet sich nicht ausschließlich an Senioren.

Anders als bei vielen vergleichbaren Angeboten sollen sich die Fahrerinnen und Fahrer nicht ehrenamtlich hinters Lenkrad setzen. Drei Stellen für das Fahren und eine Stelle für die Koordination, jeweils auf 450 Euro-Basis, sollen den Betrieb sicherstellen.

Weitere Kosten verursachen unter anderem der Kauf eines Kleinbusses und die Entwicklung einer App. Die Kosten für die ersten beiden Jahre liegen in etwa bei 161 000 Euro. Die Gemeinde plant mit Strukturfördermittel des Landratsamts in Höhe von 35 000 Euro und einer Förderung durch die EWS in Höhe von 30 000 Euro. Weitere Gelder sollen aus Spenden der Fahrgäste, durch Zuschüsse der Pflegekasse bei begleitendem Fahrdienst, durch Mitgliedsbeiträge des Fördervereins, durch Zuschüsse von Stiftungen und Werbung auf dem Fahrzeug generiert werden. So will die Gemeinde ihren Eigenanteil auf 15 500 bis 21500 Euro drücken.

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