Förderprogramm für den ländlichen Raum

Mobilitätsprojekte mit Modellcharakter

09. Januar 2019

Mit „LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen“ fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium innovative Mobilitätsprojekte auf dem Land.

Die Unterscheide zwischen ländlichem Raum und Städten werden größer. Menschen ziehen aus Kleinstädten und Gemeinden in die Ballungszentren und Universitätsstädte. Mit den Menschen wandern auch Geschäfte des täglichen Bedarfs und Arbeitgeber ab, die medizinische Versorgung und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr verschlechtern sich. Mit dem „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ (BULE) wollen des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) diese Entwicklung aufhalten und den ländlichen Raum in Deutschland wieder attraktiver machen.

Der Bund will die Anbindung von Kleinstädten und Dörfern an Mittel- und Oberzentren sowie Verkehrsmagistralen verbessern. Daher haben BMEL und BLE im Rahmen von BULE das Förderprogramm „LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen“ ins leben gerufen. Das Förderprogramm bezuschusst innovative, übertragbare Mobilitätprojekte mit Modellcharakter mit bis zu 180.000 Euro im Laufe von maximal drei Jahren. Projektskizzen können bis zum 1. April 2019 bei der BLE eingereicht werden.

Gefördert werden folgende Projekte aus den Aktionsfeldern:

  1. Integrierte Mobilität: Umsetzung von Konzepten, die mehrere Verkehrsmittel verknüpfen, beispielsweise Rad und Zug.
  2. Bewusstseinswandel: Umsetzung von Ideen, die Bekanntheit und Zuspruch alternativer Mobilitätsformen, einschließlich ÖPNV, in ländlichen Räumen erhöhen.
  3. Erprobung neuer Geschäfts- und Finanzierungsmodelle im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Kosten für Anbieter und Nutzer: beispielsweise die Kombination von Personentransporten mit Angeboten anderer gewerblicher Dienstleister, wie Paketdiensten oder Pflegediensten.
  4. Verbesserung der Anschlussmobilität: Umsetzung von Konzepten, welche die Anbindung der Dörfer an Verkehrsmagistralen verbessern und damit einen Beitrag zur verkehrlichen Erschließung der Fläche sowie zur Reduzierung der Reisezeiten leisten.
  5. Elternunabhängige Mobilitätslösungen: Neue Mobilitätsangebote für Kinder, Jugendliche und Auszubildende im ländlichen Raum, beispielsweise das Mitfahren in Vertrauensnetzwerken oder Paten-Systeme, die zur Entlastung von Familien beitragen können.

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen und Personengemeinschaften, die über eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland verfügen, unter anderem Vereine, privatrechtliche Organisationen und Unternehmen, Gemeinden, Städte und Landkreise. Die Projekte müssen in Kommunen mit Maximal 35.000 Einwohnern durchgeführt werden.

Weitere Infos zum Förderprogramm „LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen“ gibt es bei der BLE.

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