Angebotsformen

Foto: Bürgerbusverein Süßen

Bürger fahren für Bürger! So lautet das Prinzip Bürgerbus. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, ein Angebot zu entwickeln. Zur besseren Übersicht und Verständlichkeit sollten sich Initiativen an einer der vier Grundformen orientieren: 

Der Bürgerbus (Kleinbus auf einer festen Linie) und das Bürgerrufauto (Pkw oder Kleinbus auf Vorbestellung) sind als Verkehrsangebot für die Allgemeinheit gedacht, auch wenn es jeweils bestimmte Hauptnutzergruppen gibt. Der soziale Bürgerfahrdienst (Sammeltouren mit Kleinbus oder größerem Pkw) und der Pkw-Bürgerfahrdienst (Fahrgelegenheiten in privaten Pkw der Ehrenamtlichen) beschränken sich dagegen von vornherein auf bestimmte Fahrgastgruppen und/oder Fahrtzwecke. Allen gemeinsam ist der bürgerschaftlich getragene Betrieb. Interessierte finden in Baden-Württemberg bereits viele beispielhafte Projekte.

Jedes Angebot wird vor Ort ausgestaltet, lokale Kenntnisse, Bedürfnisse und Möglichkeiten sind dabei wichtig. Aber nicht immer muss „das Rad neu erfunden werden“. Unser Praxisleitfaden zeigt die Möglichkeiten bürgerschaftlicher organisierter Mobilität auf. Zudem gibt es Grundregeln, die zu beachten sind:

  • Ein Bürgerbus soll bestehende Verkehrsangebote ergänzen, nicht ersetzen. Eine gute Abstimmung mit den vor Ort bestehenden Nahverkehrsleistungen ist daher nötig.
  • Ein Bürgerbus soll eine sinnvolle Ergänzung sein. Das Angebot muss so gestaltet werden, dass es möglichst vielfältige Mobilitätswünsche bedienen kann.
  • Alle sollten vom Bürgerbus profitieren. Zwar bilden zumeist ältere Menschen die Hauptfahrgastgruppe, ein Interesse an besserer Mobilität haben jedoch viele Bevölkerungskreise.
  • Ein Bürgerbus braucht Zeit. Dies gilt für die Vorbereitungen ebenso wie für die Akzeptanz bei den Fahrgästen.