SMARTA

Nachhaltige Mobilität und öffentlicher Verkehr im ländlichen Europa

SMARTA untersucht Relevanz und Potenzial von bedarfsorientierten Mobilitätsdiensten, wie Bürgerbussen, in Verbindung mit dem ÖPNV im ländlichen Europa.


Das Projekt SMARTA - Nachhaltige gemeinsame Mobilität in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr in den ländlichen Gebieten Europas - ist eine Initiative für die ländliche Mobilität. SMARTA wird vom Europäischen Parlament gefördert und untersucht die aktuelle Relevanz und das zukünftige Potenzial von bedarfsorientierten und gemeinsam genutzten Mobilitätsdiensten in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr in den ländlichen Gebieten Europas.

SMARTA läuft seit Mai 2018 und wird von fünf Partnern durchgeführt: MemEx Srl (federführender Partner), der Universität Aberdeen, Vectos, Transport & Mobility Leuven NV und European Integrated Project Srl.

Die Projektaktivitäten bestehen aus: (1) Analyse der Rahmenbedingungen, unter denen die gemeinsame Mobilität auf dem Lande in allen EU-Mitgliedstaaten und in Drittländern stattfindet; (2) Bewertung von Pilotprojekten und Analyse der Auswirkungen und der Nachhaltigkeit und (3) Validierung des mit den relevanten Akteuren der ländlichen Mobilität gesammelten Wissens.

Von diesen Aktivitätssträngen versuchen die Partner von der einen Seite ein Bild der tatsächlichen Situation in der EU-28 in Bezug auf den ländlichen Verkehr zu zeichnen, von der anderen Seite die Erfolgsfaktoren, die Lehren und die Übertragbarkeit der vielversprechendsten guten Praktiken und innovativen Piloterfahrungen zu identifizieren, die auf verschiedenen Ebenen gefördert werden sollen.

In den Jahren 2018 und 2019 hat SMARTA für jedes Land der EU-28 (sowie für ausgewählte andere Länder) die Rahmenbedingungen für gemeinsame Mobilitätsdienste in ländlichen Gebieten und die damit verbundenen Politiken profiliert und eine Reihe von Erkenntnispapieren erstellt. Auf der Grundlage des Ergebnispapiers konzentrierten sich die Partner auf die Charakteristika der Rahmenbedingungen und insbesondere darauf, wo und wie diese in Europa variieren. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem festgestellt, dass es unterschiedliche Regelungen für die Hauptakteure im Bereich der ländlichen Mobilität gibt. Es gibt nur wenige harte Verpflichtungen zur Bereitstellung von Mobilitätsdiensten im ländlichen Raum, die organisatorischen Vorkehrungen für die gemeinsame Mobilität im ländlichen Raum sind schwach und die Rahmenbedingungen sind der Entwicklung einer gemeinsamen Mobilität im ländlichen Raum nicht förderlich.

Parallel dazu haben die Partner einen umfassenden Überblick über bewährte Praktiken der gemeinsamen ländlichen Mobilität in Europa und darüber hinaus erstellt. Aus dieser Aufgabe ging hervor, dass es trotz der genannten Probleme auch Konzepte und Anwendungen für gute Verkehrsdienste gibt. Als eine solche Lösung wurde das Thema Bürgerbus in einer Konzeptdarstellung auf Englisch aufbereitet.

In der zweiten Projektphase sollen in einer Reihe von Pilotstandorten gemeinsam genutzte Mobilitätslösungen näher untersucht werden. Die Bewertung der verschiedenen Erfahrungen mit einer von den Partnern erarbeiteten spezifischen Bewertungsmethodik wird dazu beitragen, Schlussfolgerungen auf einer höheren Ebene als die der einzelnen Standorte zu generieren.

Die NVBW ist kein Mitglied des SMARTA-Konsortiums, hat aber das Projekt im Rahmen ihrer Beratungstätigkeiten unterstützt. In der zweiten Projektphase soll auch ein Bürgerbusprojekt aus Baden-Württemberg betrachtet werden.

Durch die kontinuierliche Vernetzung mit relevanten Interessengruppen, die durch Workshops und Interviews eingebunden werden, will SMARTA eine verlässliche Anleitung zur Entwicklung geeigneter Strategien und effizienter operationeller Lösungen für die ländliche Mobilität in Europa geben.

Eine längere deutschsprachige Projektvorstellung von SMARTA finden Sie hier. Weitere Informationen finden Sie unter www.ruralsharedmobility.eu.